Pressemitteilung der AG Lesben und Schwule in der Bonner SPD zum Internationalen Tag gegen Homo- und Trans*- phobie:

Veröffentlicht am 19.05.2015 in Arbeitsgemeinschaften

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo und Trans*- phobie am 17. Mai nimmt die Arbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule in der Bonner SPD (Schwusos Bonn) Stellung zu aktuellen Entwicklungen in queeren Lebenszusammenhängen.

So kritisiert der Vorstand der Schwusos Bonn das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 29.04.2015, nachdem es weiterhin erlaubt ist, Männern das Blutspenden zu verbieten, die Sex mit Männern haben. Unabhängig davon, ob diese tatsächlich sexuelles Risikoverhalten an den Tag legen.

"Es herrscht weiterhin politischer Stillstand, wo es um die Gleichstellung alternativer Lebensentwürfe geht.", betont Anne Linscheid. Die Vorsitzende der Schwusos Bonn verweist damit auch kritisch auf Bundesjustizminister Heiko Maas, der zur Öffnung der Ehe erklärte, es sei eine Änderung des Grundgesetzes notwendig und sich damit gegen die ursprüngliche SPD-Position stellte, nach der die Öffnung der Ehe durch eine einfache Änderung im Bürgerlichen Gesetzbuch erreicht werden sollte.

Auch die gesellschaftlichen Entwicklungen seien nicht zufriedenstellend, erklären die Schwusos Bonn. Schon vor einem Jahr warnte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, vor einer "neuen Homophobie", für die es "besorgniserregende Anzeichen in allen Bereichen der Gesellschaft" gäbe.

Immerhin eine positive Entwicklung sehe sie, sagt Anne Linscheid, denn "die queere Community wird sich in letzter Zeit immer mehr ihrer Pluralität bewusst."  Zwar gäbe es auch hier Verständnisprobleme, gerade zwischen den Generationen, aber man rede mehr miteinander. Und gerade das sei in dieser Zeit des Stillstandes "unglaublich wichtig".

 

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