SPD: Stadthaus quo vadis?

Veröffentlicht am 20.06.2020 in Allgemein

Seit mehr als 12 Jahren wird über die Zukunft des Stadthauses mehr oder weniger intensiv nachgedacht. Ein Prozess, der u. a. dazu geführt hat, dass bereits vor 7 Jahren aus Sicherheitsgründen die Vorhängescheiben an der Fassade demontiert werden mussten.

Gestern hat die Verwaltung in der Ratssitzung erklärt, dass ein Neubau die vermutlich sinnvolle Lösung sei. „Gut! Das haben wir bereits vor 12 Jahren so vorgeschlagen und forciert. Seitdem ist nicht wirklich was geschehen und hat die Stadt wieder mehr Mäuse zur Verfügung. Allerdings nicht im pekuniären Sinn, sondern in Form einer Mäuseplage im maroden Stadthaus,“ erklärt süffisant die Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, Angelika Esch. Unerklärlich ist es aus Sicht der SPD auch, dass der Verwaltung seit 8 Monaten ein Gutachten vorliegt und sie dieses ganz kurzfristig und quasi als Reaktion auf eine Anfrage dem Rat zur Kenntnis bringt. „Wozu haben wir eigentlich Fachausschüsse, ein Gebäudemanagement und Verwaltungsverantwortliche wie den Stadtdirektor und den Oberbürgermeister? Wie bei der Beethovenhalle zeigt sich auch hier wieder ganz klar die Überforderung, mit komplexen Vorgängen umzugehen.

Wer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Stadthaus zu den Arbeitsbedingungen befragt, bekommt schnell eindeutige Antworten, und die sind durchweg nicht positiv. „Warum nun erstmal in einer Arbeitsgruppe über die Zukunft der Arbeit in einer Verwaltung beraten werden soll, statt endlich den Weg für einen Neubau freizumachen, erschließt sich uns nicht. Schließlich sind der Verwaltung die Anforderungen ja schon bekannt, jedenfalls konnte man das aus der Stellungnahme herauslesen,“ so Esch weiter. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist ein Neubau an zentraler Stelle die einzig sinnvollste Lösung. Die hätte man aber auch schon vor zehn Jahren haben können.

 

OB Wahl 2020

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